Beten hilft!
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Hin und wieder stelle ich mir die Frage, ob beten hilft.
Die Antwort hat meistens den Tenor “wenn du daran glaubst, mit Sicherheit”.
Jetzt scheint aber das erste mal seit längerem wieder ein “Beweis” dafür aufgetaucht zu sein,
das beten zumindest eine Art “Erleuchtung” nach sich ziehen kann.
“Kathpress” lies Heute folgende Meldungen über den Ticker laufen:

1. Der ernannte Linzer Weihbischof Gerhard M. Wagner hat um “Rücknahme” seiner Ernennung gebeten. Dieser Bitte wurde vom Heiligen Stuhl entsprochen.

2. Wagner hatte am Sonntagabend den Linzer Diözesanbischof Ludwig Schwarz gebeten, folgende Stellungnahme an die Medien zu übermitteln:
“Angesichts der heftigen Kritik bin ich im Gebet und nach Rücksprache mit dem Diözesanbischof zu dem Entschluss gekommen, den Heiligen Vater um Rücknahme meiner Ernennung zum Weihbischof von Linz zu bitten”.

3. Der Rücktritt von Gerhard M. Wagner sei “im Interesse und zum Wohl der Diözese Linz” erfolgt, sagte der oberösterreichische Diözesanbischof Ludwig Schwarz im Gespräch mit “Kathpress”.

Da hat also Herr G.* Maria W. kalte Füße bekommen und den “Heiligen Stuhl”** gebeten ihn nicht ins “Fegefeuer” dieses Amtes zu werfen. Nicht nur für mich kam diese Meldung überraschend, war doch “so etwas” noch nie da, ein Geistlicher widersetzt sich dem “Befehl” des Papstes. Freilich unter dem Deckmantel er würde dies “im Sinne aller” und vor allem “zum Wohl seiner Gemeinde” tun.

Dennoch bleibt ein fader Beigeschmack, nicht weil Herr Wagner soviel Staub mit seinen Meldungen über Homosexuelle oder Stürme aufgewirbelt hat, viel mehr, weil man als gläubiger Mensch doch darauf vertrauen können darf, dass ein Geistlicher im Dienste der Katholischen Kirche sich Herausforderungen – und mögen sie noch so schwierig erscheinen – stellt.

Das nun ein designierter Weihbischof aufgrund von öffentlichem Gegenwind das Handtuch wirft kann man aber durchaus auch positiv sehen, zeigt es doch das die Kirche doch nicht so steif und verbohrt ist wie man dachte.

Ein Zeichen für die Amtsbrüder von Herrn Wagner ist gesetzt, nämlich das es nicht (mehr) ganz so wichtig ist, was der Papst will, am Ende steht der Mensch nun mal nur einem Nahe – sich selbst.

Und eines sollten wir in diesem Zusammenhang nicht vergessen, auch der Papst ist nur ein Mensch!

* Der Herr G. (G-Punkt) liest sich doch nett in diesem Zusammenhang
** “Heiliger Stuhl”
die Entscheidungen die dort getroffen werden haben in letzter Zeit einen Hauch von “ist mir am Klo eingefallen”.

| Februar 16th, 2009 by wKamper | No Comments »

scheinheiliger geht’s kaum…
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Nachdem sich nun Bischof Fischer, für seine Aussagen bezüglich Homosexualität entschuldigt hat, habe ich ein wenig über die “Entschuldigung” an sich nachgedacht und nachgelesen.

Eine Entschuldigung ist im Wortsinne eine Ent-Schuld-igung, eine Form von Vergebung. Mit der Bitte um Entschuldigung gesteht jemand ein, dass eine Tat von ihm eine moralische Verfehlung war. Im allgemeinen Sprachgebrauch ist eine Entschuldigung allerdings eben diese Bitte. Der Geschädigte der Tat kann die Entschuldigung annehmen oder ablehnen.

Durch diese Begriffsverschiebung hat es sich im Deutschen eingebürgert, „sich zu entschuldigen“. Im Wortsinne einer Freistellung von Schuld war dieser Sprachgebrauch in früheren Zeiten Unsinn: Man konnte sich nicht selbst von Schuld befreien. Sinnvoller wäre es beispielsweise, statt „sich zu entschuldigen“ um „Entschuldigung oder Vergebung zu bitten“. Zu sagen: „Ich entschuldige mich dafür (oder für den Fehler)“ war daher falsch, da nur der Geschädigte einen von dessen Schuld insoweit befreien kann, als er diese nicht weiter nachträgt. Das Englische etwa unterscheidet streng zwischen “to apologize” und “to excuse”.

Da die Kirchenvertreter auch sonst in “früheren Zeiten” festhängen, sollte man hier die selben Maßstäbe ansetzen und die “Entschuldigung” des Bischof’s als das sehen was es ist, ein Schuldeingeständnis etwas falsches gesagt zu haben und sich dessen bewusst zu sein…
Dies wäre mit Sicherheit für alle beteiligten so stimmig, wäre da nicht der kleine Absatz in dem zu lesen ist:

Fischer betonte nach seinem Bekenntnis, bei der Literatur über Homosexualität nicht auf dem letztaktuellen Stand zu sein, dass er sich “die nächsten Wochen natürlich kundig machen wolle, was da als Letztes gesagt wurde“.

und

“Es kommt immer auf die Situation an. Ich kann natürlich in keiner Weise dulden, dass in der Pastoral jemand gefährdet ist“, sagte Fischer. Wenn aber jemand bemüht sei, “diese Problematik – wie man so sagt – in den Griff zu bekommen“, dann werde er sicher der sein, der da behilflich ist.

als Reaktion auf

Bregenzer Pfarrers Rudi Siegl hatte als Reaktion auf Fischers Homosexualität-Aussagen empört reagiert und darauf verwiesen, dass es in Fischers Diözese eine größere Zahl homosexuell veranlagter Priester gebe, die durch die Aussagen Fischers ins Eck gestellt würden.

Aufgrund dieser Aussagen nach der (von oben angeordneten(?)) “Entschuldigung”, kann man den Bischof nur mehr als scheinheilig bezeichnen und wenn er zukünftig von Reue spricht, wird man sich ein schmunzeln nur schwer verkneifen können…

Der Bludenzer Dekan Peter Haas tut sein möglichstes um der scheinheiligen “Entschuldigung” seines “Bruders” mehr Nachdruck zu verleihen und meinte doch tatsächlich

Die Entschuldigung sei das Beste gewesen, was Fischer in dieser Situation habe machen können. “Das war sehr mutig und zeuge von der persönlichen Größe von Bischof Fischer”, sagte Haas.

Ich meine: diese “Entschuldigung” ist genauso scheinheilig wie die zu erwartende “Entschuldigung” von Herrn Wagner bezüglich seiner Holocaust Leugnung, denn es fehlt ein entscheidentes Element, das jeder “geistliche” von seinen Schäfchen fordert: Die Reue!

Namaste.

| Februar 12th, 2009 by wKamper | No Comments »

Homosexuelle ab in die Klapse!¿!
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Wie in den letzten Tagen üblich, darf man bei jedem klick auf ein Nachrichtenportal damit rechnen, Aussagen von “geistlichen” zu lesen, die normal denkende Menschen verwundern könnten.
So geschehen auch wieder Heute, beim Besuch von diepresse.com sprang mir die Schlagzeile “Bischof Fischer: “Homosexualität ist heilbar” ins Auge.

Der Feldkircher Bischof Elmar Fischer bezeichnete Homosexualität als heilbare psychische Erkrankung. Er stellt sich damit hinter den Linzer Weihbischof Wagner.

Im Interview mit ORF Vorarlberg verglich Fischer am Mittwoch Homosexualität mit anderen “psychischen Erkrankungen” wie Alkoholismus und Angstneurosen, die geheilt werden könnten. Ausgeschlossen aus der Kirche seien Homosexuelle aber ebenso wenig wie andere psychisch Kranke, betonte der Bischof.

Na das wär ja was, wenn Homosexuelle aus der Kirche ausgeschlossen werden …
wer würde dann die schönen Gewänder tragen und so geistreiche Interviews geben … ;)

Am Rande sei bemerkt das die Einigkeit der Kirche durch die im rechten Bereich des Artikels aufgelisteten Schlagzeilen mehr als deutlich (nicht) ersichtlich ist.

Der “Maulkorb“, der dem Linzer Weihbischof Wagner verpasst wurde sei hier nur kurz herausgehoben, fragt man sich doch automatisch … aber predigen darf er schon noch …

Namaste.

| Februar 11th, 2009 by wKamper | 1 Comment »

Kinder und das Gedächtnis des Körpers
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Der Artikel “Eine belastete Kindheit schwächt das Abwehrsystem” hatte soeben meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen, beschäftige ich mich doch nicht erst seitdem ich Vater geworden bin mit dem Prinzip “Ursache und Wirkung” und “Auswirkungen meiner Gedanken und meines Verhaltens auf mich und somit auch auf mein Umfeld“.

Was wir schon seit Jahren (Jahrzehnten) auf der feinstofflichen und emotionalen Ebene wissen, aber nicht immer wahr haben wollen, bestätigt nun also eine Studie sogar im körperlichen Bereich.

Körperliche oder seelische Misshandlung zeigt über Jahre hinweg negative Auswirkungen – Das Immunsystem von Betroffenen bleibt langfristig beeinträchtigt.

In dem Artikel ist von Misshandlungen die Rede sowohl körperlichen als auch seelischen, leider gibt es da eine kleine Hürde: unter körperlicher Misshandlung kann sich so ziemlich jeder normal denkender Mensch etwas vorstellen, bei seelischen Misshandlungen vielleicht auch, nur wird dort die “Messlatte” viel zu hoch angelegt was den Begriff “Misshandlung” betrifft im Bezug auf “Schäden anrichten fürs Leben”.

Seelische Misshandlung bzw. Grausamkeit beginnt nicht erst wenn das Kind sich in Embryonalstellung in eine Ecke verkriecht, es sind meist kleine Dinge die grausam sind, ein Blick, ein Wort eine Geste…

Aber wozu auf so etwas achten, man merkt den angerichteten Schaden ja eh nicht (unmittelbar), das Kind ist eben “ruhiger” und “spielt gerne mal alleine” bzw. “hat noch nie viel geredet” oder “war schon immer anders”. Eltern haben so viele Erklärungen für das Verhalten ihrer Kinder, aber die wenigsten beginnen mit “Ich habe…”, das höchste der Gefühle ist ein “Du bist Schuld”, wenn man die alleinige Verantwortung auf den Partner abwälzen versucht.

Das ganze Spiel von “Ursache und Wirkung” erhält noch mehr Brisanz, wenn man weiß das wir unsere Erfahrungen, positive wie negative, an unsere Kinder weitergeben, wiederum nicht nur mit Worten oder Taten, sondern viel mehr “stülpen” wir unsere Aura über die Kinder und diese färbt ab, das Kind wird also eine Art “Kopie” von uns und lebt unser Leben weiter, bzw. nochmal.

Diese Theorie war bis dato nur in Spirituellen, Energetischen Kreisen verbreitet und nun holt auch hier die Wissenschaft schön langsam auf, zwar stehen die “Atomschupfer” diesbezüglich noch am Anfang, aber immerhin ist dieser gemacht: Kinder erben Erfahrungen der Mutter

Erfahrungen, die eine Mutter im Laufe ihres Lebens macht, können an die Kinder weitervererbt werden. Diese der klassischen Genetik widersprechende Behauptung entstammt einem Experiment von Humangenetikern der Tufts University www.tufts.edu, das im Journal of Neuroscience veröffentlicht wurde.

Irgendwann, ich gebe die Hoffnung nicht auf, werden viel mehr Eltern dies akzeptieren, ihre Vergangenheit aufarbeiten und loslassen lernen, um die “Erb kette” zu unterbrechen und den Kindern ein sorgloses und Altlast – freies Leben ermöglichen.

Meine Frau und ich arbeiten täglich an uns und wenn wir das können, kannst du es auch!
Wenn nicht für dich, dann wenigstens für dein(e) Kind(er) !

Namaste.

| Februar 11th, 2009 by wKamper | No Comments »

Zitat Petzner: Dörfler & Co sind keine Politiker
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sujets_24er_4Viele haben es vermutet und die Pressemeldungen der letzten Wochen haben darauf hingedeutet, aber jetzt wird es selbst vom Wahlkampfleiter Stefan “ich muss mich vor mir selber schützen” Petzner des BZÖ bestätigt, Landeshauptmann Gerhard Dörfler, BZÖ-LPO LHStv. Uwe Scheuch und Landesrat Harald Dobernig, sind keine Politiker.

In der Pressemitteilung betreffend der neuen Plakatserie des BZÖ mit dem genialen Slogan “Wir passen auf dein Kärnten auf. Garantiert.” schreibt Petzner zum Schluss den Absatz

Unsere drei sind keine Politiker, sie werden von den Kärntnerinnen und Kärntner als Menschen, als ihre Freunde gesehen. Damit unterscheiden wir uns wesentlich von den anderen Parteien.

sujets_24er_1Ganz so arg wie Herr Petzner den Unterschied festmachen will ist er nun auch wieder nicht,
einzig das BZÖ gibt es nun offen zu, keine Politiker an der Spitze zu haben.

Der Slogan “Wir passen auf dein Kärnten auf. Garantiert.” ist aber mit Sicherheit zu begrüßen, klang doch “Wir bleiben Kärnten treu. Garantiert.” fast wie eine Drohung, wenn man sich die Wirtschaftliche Lage des Landes so ansieht.

Oder wie meine Frau letztens sagte:

“Na wer anderer würd de Drei eh ned nehmen”

| Februar 10th, 2009 by wKamper | No Comments »